Ausschreibung zur Lesenacht am 17. November 2017

Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer!

Die diesjährige Lesenacht am 17. November, 19 Uhr im Literaturhaus Allgäu in Immenstadt steht unter dem Motto »WEST-ÖSTLICHES KANAPEE«. Das Thema ist weit gespannt und vielleicht besonders reizvoll, weil sich Vergangenes, Aktuelles oder möglicherweise Zukünftiges in den Texten spiegeln könnten. Dem schriftstellerischen Mut sind inhaltlich keine Grenzen gesetzt …

Ihr Beitrag – möglich in Prosa oder Lyrik – darf maximal zwei DIN-A4–Seiten lang sein (1½-zeilig, ca. 10 Minuten Vortrag; für Lyrik-Texte gilt die Lesezeit) und muss bis Freitag, 15. September eingereicht werden an:

Arbeitskreis Literaturhaus
c/o Stadtbücherei
Bräuhausstraße 10
87509 Immenstadt

Von den eingegangenen Texten wählt die Jury (die Mitglieder des AK Literaturhaus) anonym neun aus, die bei der Veranstaltung in drei Gruppen von Ihnen selbst vorgetragen werden; nach jeder Gruppe gibt es eine 15-minütige Pause mit Erfrischungen.

Um ein unparteiisches Auswahlverfahren zu gewährleisten, bitten wir Sie wie folgt vorzugehen:

  • Bitte wählen Sie ein Codewort nach Belieben für sich.
  • Versehen Sie einen DIN-A6-Umschlag mit Ihrem Codewort. In diesen geben Sie Ihren Namen und Ihre Kontaktdaten und verschließen ihn gut.
  • Geben Sie diesen A6-Umschlag zusammen mit Ihrem Text, den Sie zur Sicherheit auch noch mit Ihrem Codewort kennzeichnen, in ein A5-Kuvert, das Sie an o.g. Adresse schicken.
  • Jeder jurierte Teilnehmer erhält 50 €. Bei längerer Anfahrt wird zusätzlich ein Fahrtkostenzuschuss vereinbart.

Autorinnenlesung mit Sabine Bode

Mittwoch, 13. September 2017, 19.30 Uhr
AUTORINNENLESUNG mit Sabine Bode
Kriegsspuren: Die deutsche Krankheit German Angst

Mutlosigkeit ist ein in Deutschland verbreitetes Phänomen. Ihr können unbewusste Ängste zugrunde liegen, die von unverarbeiteten Kriegserlebnissen herrühren. Leid und Schuld wurden nicht ausreichend betrauert.
Das führte zu Irritationen, die bis in die heutige Jugendgeneration weitergegeben werden. Die unbewussten Existenzängste der Deutschen in Ost und West wurden lange durch eine kostspielige Staatsfürsorge – im Westen übrigens ebenso wie in der DDR – in Schach gehalten. Wie stark das politische Handeln der Eliten, aber auch vor allem ihr Unterlassen, ihre Furcht vor einschneidenden Reformen auf die Verluste als Kriegskinder zurückzuführen sind, ist uns
nicht bewusst. Ihre Kriegserfahrungen haben die meisten kleingeredet. Wie sehr ihnen »das bisschen Krieg« in den Knochen steckte, haben sie erst im Alter gemerkt.

Sabine Bode, Jahrgang 1947, begann als Redakteurin beim »Kölner Stadt-Anzeiger«. Seit 1978 arbeitet sie freiberuflich als Journalistin und Buchautorin. Sie lebt in Köln.

Eintritt: 10 Euro / 7 Euro (ermäßigt)