Freitag, 21. Februar 2020

19:30 Uhr

Autorenlesung

Christian Schacherreiter:

"Lügenvaters Kinder"

Christian Schacherreiter, geboren 1954 in Linz, aufgewachsen im Innviertel, Studium der Germanistik und Geschichte in Salzburg, Dissertation über Bertold Brecht.

In den siebziger und achtziger Jahren gemeinsam mit dem Musiker Gerald Fratt als Kabarettist erfolgreich (u.a. „Salzburger Stier“ 1982), 1982 – 1992 freier Mitarbeiter des ORF Oberösterreich.

Mitglied des Adalbert Stifter-Instituts und des Neuen Forums Literatur, seit 1978 Lehrtätigkeit an der AHS und an der Pädagogischen Hochschule der Diözese Linz, seit 2002 Direktor des Georg von Peuerbach-Gymnasiums Linz.

Schulbuchautor für den Veritas Verlag, seit 1999 freier Mitarbeiter der Oberösterreichischen Nachrichten als Kolumnist, Bildungsexperte und Literaturkritiker. Zahlreiche Veröffentlichungen, v.a. zu Literatur, Sprache und ihrer Didaktik.

Zum Buch:

Wo endet die Wahrheit, wo beginnt die Lüge? Bei der kleinen Angeberei? Beim Verbreiten eines Gerüchts? Vielleicht schon beim bloßen Schweigen – oder doch erst, wenn vorsätzliche Irreführung und betrügerische Absichten ins Spiel kommen?

Und was ist mit den Belogenen? Sind nicht auch sie Liebhaber der Lüge, solange diese ihre Wünsche bedient?

Folgt man dem Evangelisten Johannes, dann ist der Teufel der Vater aller Lügen, er ist die Lüge selbst und er hat seine Lieblingskinder, zum Beispiel Bruno Wieland, einen Mann mit trüber deutscher Vorgeschichte.

Bruno träumt auf seiner italienischen Terrasse heimlich von einer klugen Schönheit namens Laura und überlässt seiner tüchtigen Frau Veronika die Sorge ums Tomatengeschäft

Der Österreicher Fritz Güllich schwindelt sich durch sein Leben und landet folgerichtig bei Einfach ehrlich. Einfach Hanns, der Anlageberatung des Bühnenkünstlers Hanns Dieter Eisler.

Eines Tages kreuzen sich die Wege von Bruno und Fritz. Das ist dann allerdings die schlimmstmögliche Wendung der Dinge!

Text: Otto Müller Verlag, Salzburg

Autorenseite beim Verlag: Christian Schacherreiter
Im Buch blättern: Leseprobe

Karten zu 10 € und 7 €

im Vorverkauf ab 14.02. und

an der Abendkasse.

Sonntag, 1. März 2020

10:00 Uhr

Ausstellungseröffnung "Übergänge"

Die Ausstellung des Berufsverbands Bildender Künstler Allgäu / Schwaben-Süd zeigt Werke zum Jahresthema „Übergänge“. Von diesem weitgesteckten Motiv ließen sich die teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler auf individuelle Weise inspirieren.

Zu sehen sind Zeichnungen, Malerei, Fotografien, Skulpturen und Objekte.

Die Arbeiten wurden von einer Fachjury ausgewählt und vermitteln ein breites Spektrum unterschiedlicher Positionen und vielfältiger Techniken.

Elke Wieland

Begrüßung:

Herbert Waibel (2. Bürgermeister der Stadt Immenstadt)

Harald Dreher (Literaturhaus Allgäu)

 

Zur Ausstellung:

Dr. Karin Haslinger (Vorstand BBK Allgäu / Schwaben-Süd)

 

Musik: 

Henryk Brzoza (Akkordeon)

Ausstellungsdauer: 2. März bis 11. April 2020 zu den Öffnungszeiten der Stadtbücherei

Der Eintritt ist frei

Plakat als PDF-Datei: Ausstellung BBK

Samstag, 07. März 2020

Mundartlesung

mit Stefanie Dentler & Georg Hoffmann

Nordbayern trifft Südbayern - Oberfranken trifft Oberallgäu

Bairische Dialekte sind in ihrer Vielfalt immer wieder beeindruckend und Produkte historisch gewachsener Verschiedenheit.

Unterscheiden sich bereits die Ausprägungen des Allgäuer Dialektes von Ort zu Ort, so haben das Nordbairisch-Fränkische und das Südbairisch-Allgäuerische nur noch wenige Gemeinsamkeiten, was den Vergleich heiterer, besinnlicher, philosophischer Mundartliteratur sicher zu einem spannenden Vergnügen macht.

Oberfranken wird vertreten durch Georg Hofmann (Bayreuth/Heinersreuth) mit hintergründig scharfsinnigen Texten und Stefanie Dentler (Oberstdorf) wird das Oberallgäu vor allem mit ihrer hervorragend verschriftlichten Lyrik repräsentieren.

Achim Rinderle wird die Mundartlesung auf verschiedenen Instrumenten und mit wechselnden musikalischen Genres untermalen.

Karten zu 7 € und 5 € an der Abendkasse.

Freitag, 3. April 2020

Autorinnenlesung mit Claire Beyer

Moderation: Kay Wolfinger

"Rauken"

Deutschland zu Beginn der 50er Jahre:
Das Mädchen Vroni, zu Beginn der Geschichte sechs Jahre alt, wächst in einer Großfamilie im Allgäu auf, die vom Großvater mit harter Hand regiert wird. Vroni ist den familiären Machtverhältnissen hilflos ausgeliefert. Insbesondere leidet sie unter den unkontrollierten Wutausbrüchen ihres Vaters, der als Kriegsversehrter eine vom Großvater ganz und gar abhängige Existenz führt. Niemand hat den Mut oder die Position, Vroni beizustehen, auch die Mutter nicht.
Aber da gibt es Pierre, der Sohn der jüdischen Fabrikantenfamilie im Dorf, die nach Kriegsende aus dem Osten kam, um die geerbte Fabrik zu übernehmen. Pierre spielt Klavier wie Mozart, er »ist« Mozart, ihr Held, der ihr mit seiner Kunst eine Gegenwelt zu den bedrückenden und grausamen Verhältnissen in ihrem Zuhause eröffnet. Mit diesem Jungen, körperlich ein Krüppel, zu dem ihr der Kontakt strengstens untersagt ist, verbindet sie eine zärtliche Freundschaft. Doch als durch Intrigen der Dorfbewohner der Konkurs der Fabrik herbeigeführt und Pierres Familie vertrieben wird, bricht für Vroni eine Welt zusammen.

Claire Beyer, 1947 geboren, lebt in Markgröningen bei Ludwigsburg. Sie hat ein Musical über Camille Claudel verfasst und Erzählungen, Kurzprosa und Gedichte in verschiedenen Anthologien sowie einen Band mit Lyrik veröffentlicht. Nach ihrem überaus erfolgreichen Prosadebüt »Rauken« (FVA 2000) erschienen der Erzählungsband »Rosenhain« sowie die Romane »Remis«, »Rohlinge« und zuletzt »Refugium«.

Text: Frankfurter Verlagsanstalt
>> Claire Beyer

Karten zu 10 € und 7 €

im Vorverkauf ab 27.03.

und an der Abendkasse.

Mittwoch, 13. Mai 2020

Norbert Scheuer:

"Winterbienen"

Zum Buch:

Januar 1944: Während über der Eifel britische und amerikanische Bomber kreisen, gerät der wegen seiner Epilepsie nicht wehrtaugliche Egidius Arimond in höchste Gefahr. 

Er bringt nicht nur als Fluchthelfer jüdische Flüchtlinge in präparierten Bienenstöcken über die Grenze, er verstrickt sich auch in Frauengeschichten.

Mit großer Intensität erzählt Norbert Scheuer in „Winterbienen“ einfühlsam, präzise und spannend von einer Welt, die geprägt ist von Zerstörung und dem Wunsch nach einer friedlichen Zukunft.

(Text: C. H. Beck Verlag)

Zum Autor:

Norbert Scheuer, geboren 1951, lebt als freier Schriftsteller in der Eifel.

Er erhielt zahlreiche Literaturpreise. Mehr dazu hier: Seite des Autors beim C. H. Beck Verlag

Karten zu 10 € und 7 €

im Vorverkauf ab 05.05.

und an der Abendkasse.