Donnerstag, 16. September 2021

19:30 Uhr im Literaturhaus

"DIE UNSCHEINBAREN"

Jede Familiengeschichte hat ihre dunklen Geheimnisse, doch nicht in jeder werden die Eltern als Spione enttarnt – Dirk Brauns’ hochspannender, aufwühlender Roman über einen Spionagefall und seine Folgen, angeregt durch die Familiengeschichte des Autors.

Zum Buch:

Es ist der Schockmoment seines Lebens: An einem kalten Wintertag im Jahre 1965 muss der achtzehnjährige Martin Schmidt in Gegenwart seiner Großmutter miterleben, wie die Stasi seine Eltern verhaftet: Seit vielen Jahren hatten diese – vor allem auf Betreiben seiner manipulativen Mutter – für den BND spioniert. 

Zum Autor:

Dirk Brauns ist 1968 in Berlin geboren. Bevor er in die Gegend von München zog, lebte er als Zeitungskorrespondent lange in Warschau, Peking und Minsk. 2013 erschien sein Debütroman „Im Inneren des Landes“. Sein zweiter Roman „Wir müssen dann fort sein“ folgte 2016, „Die Unscheinbaren“ erschien 2019. 

Text: Dirk Brauns
Mehr dazu auf der Website des Autors: http://www.dirkbrauns.com/de/article/21

Karten zu 10 € / 7 €

nur über Reservierung bei der Marketingabteilung der Stadt Immenstadt erhältlich

(siehe hier)

Donnerstag, 14. Oktober 2021

19:30 Uhr im Schlosssaal

"BÖSE HÄUSER"

Spannend, aktuell und mit einem Augenzwinkern: In ihrem Kriminalroman „Böse Häuser“ lässt SPIEGEL-Bestsellerautorin Nicola Förg ihre beiden erfolgreichen Ermittlerfiguren Irmi Mangold (Alpen-Krimis, u. a. „Flüsternde Wälder“ und „Wütende Wölfe“) und Gerhard Weinzirl (Oberbayern-Krimis, u. a. „Markttreiben“ und „Heimatherz“) erstmals gemeinsam ermitteln. Im spannenden neuen Fall wird der Wunsch nach einem eigenen Zuhause zum lebensgefährlichen Traum, frei nach dem Motto: Schöner wohnen, schneller sterben!

Zum Buch:

Wohnen ist Leben! Wohnungssuche kann tödlich sein! Während Kommissarin Irmi Mangold rein privat einen Hof zum Kauf besichtigt, wird ein anderer Kaufinteressent direkt neben ihr erschossen. Der Tote: der Besitzer eines Autohauses für Nobelkarossen. Der Makler: ein Geschäftsmann mit eigener Moral. Der Hausbesitzer: ein zugeknöpfter Biobauer. Irmi und der leitende Ermittler Gerhard Weinzirl werden in jenen Strudel aus Neid und Hass gerissen, der wühlt, wenn es um Geld und Besitz geht. Die Spuren führen in die Vergangenheit, bis ins Berlin der Nachwendezeit – wo Häuser böse Geschichten erzählen. 

Zur Autorin:

Nicola Förg hat mittlerweile 21 Kriminalromane verfasst, an zahlreichen Krimi-Anthologien mitgewirkt und 2015 einen Islandroman veröffentlicht. Die gebürtige Oberallgäuerin, die in München Germanistik und Geografie studiert hat, lebt heute mit ihrer Familie und zahlreichen Tieren auf einem Hof in Prem am Lech. Sie bekam für ihre Bücher mehrere Preise für ihr Engagement rund um Tier- und Umweltschutz.

Text: Piper Verlag
Website der Autorin: https://www.ponyhof-prem.de/
Seite der Autorin beim Piper Verlag: https://www.piper.de/autoren/nicola-foerg-2172

Karten zu 10 € / 7 €

nur über Reservierung bei der Marketingabteilung der Stadt Immenstadt erhältlich

(siehe hier)

Freitag, 29. Oktober 2021

19:30 Uhr

Buchvorstellung / Autorinnenlesung

Ulrike Bauermeister-Bock liest aus:

"GRÜNE HÖLLEN"

und

"MARTHA"

„Grüne Höllen“

Die Liebe und das Alter, geschichtliche Epochen und seelische Abgründe, Kriminalität und Zeitgeschehen – all das sind die Themen des neuen Erzählbandes von Ulrike Bauermeister-Bock. Gelegentlich lässt sich die Handlung in der Region verorten, ohne aber an sie gebunden zu sein. Immer jedoch ist die geschilderte Idylle in den Erzählungen nur eine scheinbare, von menschlichen Abgründen oder Schicksalen gefährdete.

Nach „Martha“, der Geschichte einer Arbeiterin der Mechanischen Bindfadenfabrik im Immenstadt des 19. Jahrhunderts (siehe unten) zeigen die nun in einem Buch veröffentlichten Erzählungen die Autorin von einer neuen Seite.

„Martha“:

Martha wird 1843 bei Berlin geboren. Sie wächst dort bei ihrer Mutter und einem Onkel, der sehr für die Alpen schwärmt, auf. Als sie und ihr Cousin Peter von der neuen Mechanischen Bindfadenfabrik in Immenstadt hören, machen sie sich auf den Weg, um dort Arbeit zu finden. Für den Seilergesellen Peter ist die Anstellung eine sichere Bank, für die erst 14-jährige Martha ein Glücksfall. Sie werden in Immenstadt wohnen, Freundschaften schließen und die Bergwelt durchstreifen. Als Martha mit dem jungen Böhmen Jiri eine Familie gründet, werden ihr die Nöte der Arbeiterinnen immer bewusster und sie beginnt für deren Rechte zu kämpfen.

Zur Autorin:

Ulrike Bauermeister-Bock, 1959 in Schweinfurt geboren, aufgewachsen in Bayreuth, lebt seit 1988 in Immenstadt. Fast 30 Jahre unterrichtete sie die Fächer Deutsch und Geschichte vor allem an der Realschule Maria Stern in Immenstadt. Sie ist seit einigen Jahren Mitglied im Arbeitskreis Literaturhaus Allgäu.

Erschienen sind beide Bücher im Verlag  EDITION ALLGÄU

 

Bitte beachten Sie: die Eintrittskarten müssen telefonisch oder online vorbestellt werden bei der Marketingabteilung der Stadt Immenstadt

Telefon: 08323 – 9988501

E-Mail: literaturhaus@immenstadt.de

Donnerstag, 4. November 2021

19:30 Uhr im Schlosssaal

"Streulicht"

Zum Buch:

Inhalt:

Industrieschnee markiert die Grenzen des Orts, eine feine Säure liegt in der Luft, und hinter der Werksbrücke rauschen die Fertigungshallen, wo der Vater tagein, tagaus Aluminiumbleche beizt. Hier ist die Ich-Erzählerin aufgewachsen, hierher kommt sie zurück, als ihre Kindheitsfreunde heiraten. Und während sie die alten Wege geht, erinnert sie sich: an den Vater und den erblindeten Großvater, die kaum sprachen, die keine Veränderungen wollten und nichts wegwerfen konnten, bis der Hausrat aus allen Schränken quoll. An die Mutter, deren Freiheitsdrang in der Enge einer westdeutschen Arbeiterwohnung erstickte, ehe sie in einem kurzen Aufbegehren die Koffer packte und die Tochter beim trinkenden Vater ließ. An den frühen Schulabbruch und die Anstrengung, im zweiten Anlauf Versäumtes nachzuholen, an die Scham und die Angst – zuerst davor, nicht zu bestehen, dann davor, als Aufsteigerin auf ihren Platz zurückverwiesen zu werden.

Wahrhaftig und einfühlsam erkundet Deniz Ohde in ihrem Debütroman die feinen Unterschiede in unserer Gesellschaft. Satz für Satz spürt sie den Sollbruchstellen im Leben der Erzählerin nach, den Zuschreibungen und Erwartungen an sie als Arbeiterkind, der Kluft zwischen Bildungsversprechen und erfahrener Ungleichheit, der verinnerlichten Abwertung und dem Versuch, sich davon zu befreien.

Leseprobe (PDF-Datei, 196 KB)

Text: Suhrkamp (https://www.suhrkamp.de/buecher/streulicht-deniz_ohde_42963.html)

Zur Autorin:

Deniz Ohde, geboren 1988 in Frankfurt am Main, studierte Germanistik in Leipzig, wo sie heute auch lebt. Für ihren Debütroman Streulicht, der auf der Shortlist des Deutschen Buchpreis stand, wurde sie mit dem Literaturpreis der Jürgen Ponto-Stiftung und dem aspekte-Literaturpreis 2020 ausgezeichnet.

Text: Suhrkamp (https://www.suhrkamp.de/autoren/deniz_ohde_15478.html)

Karten zu 10 € / 7 €

nur über Reservierung bei der Marketingabteilung der Stadt Immenstadt erhältlich

(siehe hier)

Donnerstag, 18. November 2021

19:30 Uhr im Literaturhaus

Autorinnenlesung

Karin Peschka

"Putzt euch, tanzt, lacht"

Karin Peschka, geboren 1967, aufgewachsen in Eferding, Oberösterreich, als Wirtstochter. Besuchte die Sozialakademie Linz und lebt seit 2000 in Wien. Arbeitete u. a. mit alkoholkranken Menschen und mit arbeitslosen Jugendlichen, aber auch mehrere Jahre im Bereich Onlineredaktion und Projektorganisation. Karin Peschka publizierte in diversen Anthologien und schrieb Kolumnen für oe1.ORF.at. 2008 erschien in der Edition Neuhauser Kunstmühle ihr Kunstbuch „Sterntaler“ (mit Michael Hedwig).

Zum Buch:

Fanni ist stellvertretende Abteilungsleiterin in einem kleinen Supermarkt in der Provinz. Sohn und Tochter sind erwachsen, der Mann arbeitet zufrieden dem Ruhestand entgegen. Die wenigen Jahre bis zur eigenen Pensionierung lassen sich an einer Hand abzählen. Doch Fanni sieht sich so: einbetoniert in einer Landgemeinde ohne Ambitionen, festgefahren zwischen Alltag und Routine.
Als der Tod einer Freundin sie aus dem Gleichgewicht wirft, geschieht, was nicht geplant war: Fanni läuft weg. Fährt weiter, statt die geplante Therapie zu beginnen; Sitzungen gegen die Trauer, gegen die aufkommende Panik, die sie heimsucht, zur Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit.
Auf den Wegen und Umwegen ihrer Flucht trifft Fanni ihre Jugendliebe Ernst wieder und schließt neue Freundschaften mit Tippi, Berlin, dem Ehepaar Ohnezweifel, Marek und Velten. Kurzerhand gründet die ungleiche Truppe den Klub „Accursia e.V.“, um auf der Pinzgauer Alm von Fannis Eltern einer gemeinsamen Mission zu folgen, der man sich (per Statut) verschrieben hat.

Mit untergründigem Humor und viel Sprachwitz skizziert Karin Peschka in ihrem neuen Roman eigenwillige Figuren und erzählt mit großer Intensität von skurrilen Freundschaften, dem Umgang mit Verlusten und alternativen Lebensentwürfen.

Text: Otto Müller Verlag, Salzburg

Seite der Autorin beim Otto Müller Verlag: https://www.omvs.at/autor/karin-peschka/

Im Buch blättern: https://www.omvs.at/buch/putzt-euch-tanzt-lacht/

Website der Autorin: https://peschka.at/

Karten zu 10 € / 7 €

nur über Reservierung bei der Marketingabteilung der Stadt Immenstadt erhältlich

(siehe hier)